Für: Autistische Menschen, Angehörige, Fachkräfte
Sprache und Kommunikation bei Autismus
Kurz gesagt: Wenig oder keine Lautsprache bedeutet nicht automatisch wenig Verständnis oder geringe Intelligenz. Was Unterstützte Kommunikation leisten kann.
Zu Kommunikationsanpassungen im Alltag allgemein: Kommunikation.
Für autistische Menschen
Autistische Menschen unterscheiden sich stark in Sprachentwicklung, Lautsprache und Kommunikationsform. Wenig oder keine Lautsprache bedeutet nicht automatisch wenig Verständnis oder geringe Intelligenz.
Unterstützte Kommunikation kann Lautsprache ergänzen oder ersetzen, zum Beispiel durch Schrift, Gebärden, Symbole oder Kommunikationsgeräte.
Das wichtigste Ziel ist nicht Lautsprache um jeden Preis, sondern verlässliche Kommunikation: Bedürfnisse ausdrücken, Nein sagen, Schmerzen mitteilen, Fragen stellen und Entscheidungen treffen können.
Für Angehörige
Wenig oder keine Lautsprache bedeutet nicht automatisch wenig Verständnis oder geringe Intelligenz.
Wenn Unterstützte Kommunikation genutzt wird, sollte sie die eigene Kommunikation der Person stärken. Dazu können Schrift, Gebärden, Symbole, Kommunikationskarten oder Geräte gehören.
Für Angehörige ist besonders wichtig: direkt mit der autistischen Person sprechen, Antwortzeit geben und nicht automatisch stellvertretend antworten, wenn die Person selbst kommunizieren kann.
Für Fachkräfte
Sprachfähigkeit, Kommunikationsform und Sprachverständnis sind bei autistischen Menschen hoch heterogen. Wenig oder keine Lautsprache erlaubt keinen direkten Schluss auf Intelligenz oder rezeptives Sprachverständnis.
AAC sollte als eigenständige oder ergänzende Kommunikationsform verfügbar sein, wenn sie funktionale Kommunikation unterstützt. Die Person selbst bleibt primäre Kommunikationspartner:in.
Professionell relevant sind insbesondere Kommunikation von Zustimmung, Ablehnung, Schmerz, Bedürfnissen und Entscheidungen.
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Wichtiger Hinweis
Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine Rechtsberatung und keine medizinische oder therapeutische Beratung im Einzelfall.
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