Für: Autistische Menschen, Angehörige, Fachkräfte

Schmerzen und körperliche Symptome

Kurz gesagt: Autistische Menschen empfinden Schmerz – eine generell hohe Schmerzschwelle ist wissenschaftlich nicht belegt. Wie du Symptome dokumentieren kannst, auch wenn du sie schwer beschreiben kannst.

Für autistische Menschen

Autistische Menschen empfinden Schmerz. Eine generell hohe Schmerzschwelle ist wissenschaftlich nicht belegt. Eine Körperkarte oder passende Schmerzskala kann helfen, Beginn, Dauer, Verlauf und Auswirkungen zu dokumentieren. Neue Verhaltensänderungen sollten nicht automatisch als Autismus erklärt werden.

Wenn du Symptome schwer beschreiben kannst, macht das sie nicht weniger real.

Für Angehörige

Schmerz kann anders gezeigt oder beschrieben werden. Verhaltensänderungen können körperliche Ursachen haben. Ort, Verlauf und persönliche Schmerzzeichen können gemeinsam dokumentiert werden.

“Das ist sein Autismus” ist keine ausreichende Erklärung, wenn etwas neu oder ungewöhnlich ist.

Für Fachkräfte

Neue Symptome oder Verhaltensänderungen dürfen nicht vorschnell dem Autismus zugeschrieben werden. Schmerz, Infektion, Delir, Nebenwirkungen, Schlaf und psychische Erkrankungen sollten differentialdiagnostisch geprüft werden. Selbstbericht sollte priorisiert werden, Begleitpersonen ergänzend einbezogen. Pauschale Annahmen einer hohen Schmerzschwelle sollten vermieden werden.

Passendes Arbeitsblatt

  • Mein Schmerzprofil

    Arbeitsblatt zum Dokumentieren des persönlichen Schmerzempfindens, hilfreicher Beschreibungsmöglichkeiten und der eigenen Schmerzkommunikation.

    Mein Schmerzprofil ansehen

Stand:

Quellen