Für: Autistische Menschen, Angehörige, Fachkräfte
Nähe, Rückzug & Alleinzeit
Kurz gesagt: Bedürfnisse nach Berührung, gemeinsamer Zeit und Alleinsein sind individuell – warum Rückzug nicht automatisch Ablehnung bedeutet, aber auch nicht ignoriert werden sollte.
Für autistische Menschen
Bedürfnisse nach Berührung, gemeinsamer Zeit und Alleinsein sind individuell. Sensorische und soziale Belastung kann dabei eine Rolle spielen. Rückzug bedeutet nicht automatisch, dass du eine Person weniger magst.
Es kann helfen, Rückzug zu benennen: “Ich möchte gerade allein sein und melde mich später.” Wenn Rückzug jedoch neu, sehr stark oder mit Verlust von Freude und Antrieb verbunden ist, sollten auch Depression, Erschöpfung oder andere Belastungen mitgedacht werden.
Für Angehörige
Rückzug kann Regulation sein und muss nicht persönliche Ablehnung bedeuten. Bedürfnisse nach Nähe, Berührung und Alleinzeit unterscheiden sich stark.
Gleichzeitig sollte neuer oder deutlich stärkerer Rückzug ernst genommen werden. Depression, Erschöpfung, Konflikte oder körperliche Beschwerden können ebenfalls eine Rolle spielen.
Für Fachkräfte
Nähe-, Berührungs- und Rückzugsbedürfnisse sind individuell. Sensorische Belastung kann eine Rolle spielen, darf aber nicht automatisch als Erklärung jeder Beziehungsdynamik verwendet werden.
Neu aufgetretener starker Rückzug erfordert gegebenenfalls Differentialbetrachtung. Professionelle Unterstützung sollte Regulation respektieren und gleichzeitig Depression, Erschöpfung, Schmerz oder Konflikt als mögliche Ursachen mitdenken.
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Rückzug ohne Missverständnisse
Vereinbarung zu Rückzug, Kontaktpause und Wiederaufnahme, damit Rückzug nicht automatisch als Ablehnung oder Konflikt missverstanden wird.
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