Für: Angehörige, Fachkräfte

Partnerschaft und späte Diagnose

Kurz gesagt: Eine späte Diagnose kann Beziehungsgeschichte neu rahmen – mit Erleichterung, Trauer oder Unsicherheit. Warum Partner:innen unterstützen dürfen, ohne Therapeut:in zu werden.

Zu Partnerschaft und Freundschaften im Alltag allgemein: Partnerschaft & Freundschaften.

Für Angehörige

Eine späte Diagnose kann Beziehungsgeschichte neu rahmen – mit Erleichterung, Trauer oder Unsicherheit. Nicht jede frühere Schwierigkeit sollte rückwirkend mit Autismus erklärt werden. Kommunikation, Nähe, Rückzug, Aufgaben und sensorische Bedürfnisse sollten explizit verhandelt werden. Consent und Privatsphäre sind dabei zu respektieren.

Angehörige und Partner:innen dürfen unterstützen, ohne Therapeut:innen oder alleinige Krisenmanager:innen zu werden.

Für Fachkräfte

Beziehungs- und Intimitätsbedürfnisse sind vielfältig. Sensorische Bedürfnisse, Nähe/Rückzug und Aufgabenverteilung sollten individuell erhoben werden. Consent sollte explizit, respektvoll und nicht infantilisierend vermittelt werden. Erhöhte Viktimisierungsrisiken in Teilen der Literatur sollten nicht als individuelle Vorhersage formuliert werden.

Angehörigenunterstützung darf nicht in Überwachung erwachsener Intimität übergehen.

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